Treibhausgase in der Atmosphäre verhindern ein Entweichen von Infrarotstrahlung ins Weltall. Man spricht hierbei vom Treibhauseffekt. Ohne den natürlichen Treibhauseffekt läge die Temperatur auf der Erde bei ca. -18°. Durch zusätzliche Treibhausgase kommt es zur Erderwärmung.
C steht für Carbon, also Kohlenstoff, und O für Oxid, also eine Sauerstoffverbindung. CO2 ist die Summenformel für eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Dabei handelt es sich um ein Gas, das auch Kohlenstoffdioxid oder kurz Kohlendioxid genannt wird. Umgangssprachlich wird CO2 als Kohlensäure bezeichnet.
CO2 gehört zu den Treibhausgasen wie z.B. auch Methan, ein Gas, das die Atmosphäre 21-mal stärker belastet als CO2. Eine bestimmte Menge Methan kann auch als äquivalente Menge CO2 ausgedrückt werden, z.B. 1 t Methan als 21 t CO2e.
Klimaneutral bedeutet, dass z.B. bei der Herstellung und dem Verbrauch eines Produkts nicht mehr Treibhausgase erzeugt, als anderswo eingespart werden. Da klimatische Veränderungen global zu betrachten sind, müssen die Treibhausgase nicht am Entstehungsort eingespart werden. Die Einsparung kann auch irgendwo anders auf der Erde stattfinden.
Ein CO2-Zertifikat berechtigt zum Ausstoß einer bestimmten Menge Kohlendioxid oder der äquivalenten Menge eines anderen Treibhausgases. CO2-Zertifikate werden zwischen Staaten und Unternehmen gehandelt. Grundgedanke hierbei ist, dass umweltschädigendes Verhalten durch Kosten bewusst gemacht wird. So entsteht ein Anreiz für umweltschonendes Verhalten.
Unter Emissionshandel versteht man den Handel mit Zertifikaten, die zum Ausstoß von Schadstoffen berechtigen. Die Idee des Emissionshandels wurde 1968 von John Harkness Dales entwickelt. Ausgangspunkt für den heutigen Emissionshandel ist das Kyoto-Protokoll von 1997.
Das Kyoto-Protokoll sah vor, die jährlichen Treibhausgasemissionen der Industriestaaten bis 2012 um durchschnittlich 5,2 % im Vergleich zu 1990 zu senken. Die selbst gesetzten Reduktionsziele werden aber nicht von allen Ländern erreicht.
SCHARR blue ist ein Umweltschutzprojekt mit dem Ziel, dass SCHARR klimaneutral wird. In einem ersten Schritt hat SCHARR seinen eigenen ökologischen Fußabdruck ermittelt, also den eigenen Energiebedarf und Schadstoffausstoß. Als zweiten Schritt beteiligt sich SCHARR durch den Kauf von CO2-Zertifikaten an einem Klimaschutzprojekt in Thailand.
Entsprechend der CO2-Menge, die beim Verbrauch von SCHARR blue-Produkten freigesetzt wird, erwirbt SCHARR CO2-Zertifikate. Kunden, die sich für die klimaneutralen SCHARR blue-Produkte entscheiden, leisten so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und übernehmen Verantwortung für künftige Generationen.
South Pole ist der Kooperationspartner, bei dem SCHARR CO2-Zertifikate erwirbt. Dabei handelt es sich um ein Schweizer Unternehmen für Klimaschutz mit weltweit ca. 150 Emissionssenkungsprojekten. Diese Projekte sind vom Klima-Rahmenkonvent der Vereinten Nationen (UNFCCC) anerkannt und werden von unabhängigen Auditoren wie dem TÜV überprüft. Weitere Informationen zu South Pole finden Sie auf
www.southpolecarbon.com.
Es handelt sich um eine Stärke-Fabrik, bei der täglich 5 Millionen Liter Abwasser anfallen. Das Abwasser belastet nicht nur das Trinkwasser, sondern setzt große Mengen Methan frei. Durch die von South Pole geförderte Biogas-Anlage wird das Methan des Abwassers gebunden und in Energie umgewandelt. So werden jährlich 95.000 t CO2e eingespart. Der Schwerölverbrauch der Stärke-Fabrik verringert sich um 80 % und die Wasserqualität wird deutlich verbessert. Darüber hinaus wird durch neue Arbeitsplätze die wirtschaftliche Lage einer ländlichen Region Thailands verbessert. Auf
www.southpolecarbon.com können Sie sich genauer über das Projekt mit der Nummer 044 informieren.
Die Firma SCHARR hat seit über 125 Jahren ihre Wurzeln in Stuttgart-Vaihingen. Dass man sich dessen bei SCHARR bewusst ist, zeigt sich in zahlreichen Engagements in der Region Stuttgart. Klimaschutz ist aber keine regionale, sondern eine globale Angelegenheit. Die Einsparung von einer Tonne CO2-Ausstoß in Thailand kostet deutlich weniger als die gleiche Einsparung in Deutschland. Das liegt daran, dass Deutschland eine Vorreiterposition in Sachen Umweltschutz einnimmt. Um mit SCHARR blue so viel wie möglich zu erreichen, wird ein Projekt unterstützt, bei dem durch relativ geringen Aufwand eine relativ große Emissionssenkung erreicht wird.

